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(EeePC 901 Go vs. N800)

Seit gut zwei Monaten bin ich im Besitz eines Asus EeePC 901 Go. Damit scheine ich ja gut in eine Zeit zu passen, in der auch Hersteller mobiler Endgeräte, wie Nokia, darüber nachdenken, in das Geschäft mit den Minimal-Notebooks einzusteigen. Umgekehrt basteln Hersteller wie Acer an ersten Prototypen für Smartphones herum.

Internet Tablet trifft Netbook

Internet Tablet trifft Netbook - portable vs. ultra mobile

Nachdem ich jetzt doch einige Zeit mit dem kleinen Weißen von Asus verbracht habe, möchte ich die in der Überschrift des Artikels aufgeworfene Frage, ob beide Geräteklassen sich nun ergänzen oder gegenseitig Konkurrenz machen, versuchen zu beantworten.

Eeewas?

Nachdem ich mich in diesem Blog ja nun schon eine Weile mit Nokias Internettablets auseinandersetze, ist eine detaillierte Vorstellung derselben wohl nicht nötig.  Falls doch, möchte ich auf  maemo.org (Plattform, Software, Community) und den deutschen Wikipedia-Artikel (Hardware) als Quelle verweisen.

Der EeePC 901 Go ist ein 9-Zoll Netbook mit einem Display, das 1024×600 Pixel darstellt. Unter der Haube steckt ein Intel Atom Prozessor mit 1,6 Ghz, der ja nun so ziemlich in jedem Netbook auf dem Markt verbaut sein dürfte. Den Arbeitsspeicher habe ich von 1 auf 2 GB erweitert, weil mich die Erfahrung lehrte, dass Speicherriegel mit zunehmender Daseins-Zeit eher teurer werden. Erwähnen will ich weiterhin die grottenlangsame 16 GB Solid State Disk (SSD), auf deren Upgrade ich fast Monate warten musste – mehr dazu jedoch in einem späteren Artikel. Das Besondere, quasi das “Go” am 901 ist nicht der fehlende Bluetooth-Chip sondern ein leistungsfähiges intern verbautes UMTS-Modem, das auch mit HSDPA-Datenraten fertig wird.

Softwareseitig liefert Asus das gute Stück mit der Haus und Hof-Distribution Xandros aus – für Windows wäre die SSD auch schlicht zu langsam. Ich möchte das mitgelieferte System nicht weiter besprechen: In meinen Augen ist es potthäßlich, lahm und einsteigerunfreundlich (Updates funktionieren nicht erst nach wildem Gebastel). Als Alternative habe ich mit eebuntu eine auf der normalen Ubuntu-Distribution basierte Lösung installiert und bin damit sehr zufrieden.

Ein Wort noch zur Akkuleistung: Der hält ziemlich genau 5 Stunden und damit im Dauereinsatz mindestens genauso lange wie der des N800. Das N800 muss man allerdings nie in den “Ruhemodus” versetzen um auch nach mehreren Stunden ohne Aktivität noch online zu sein und weiterarbeiten zu können. Bei Benutzung “am Stück” halten beide also gleichlang, wechseln sich Aktivität und Passivität ab, hält das Arm-basierte Tablet jedoch länger (mit seinem 5 x schwächeren Akku) – es sei denn, man versetzt den EeePC in den Suspend to Disk – Mode.

Eeewo?

Größentechnisch ist der 9-Zoll Knirps genau mein Ding! Größer muss für mich ein Notebook nicht sein. Die Tastatur erlaubt es Nicht-10-Finger-Schreiberlingen wie mir fast genauso zügig zu tippen, wie mit einer “großen” Tastatur.

Als Haupteinsatzorte sind für den kleinen das heimische Sofa, sowie Reisen aller Art vorgesehen. Im Zug hat der 901 Go genau die richtigen Ausmaße, um weder mich umständlich hantieren zu lassen noch Mitreisende zu belästigen. Unpraktisch finde ich den Einsatz auf dem täglichen Weg ins Büro: Ich fahre grob 30 Minuten S-Bahn und dann nochmal ca. 10 Minuten Bus. Es macht einfach keinen Spaß den EeePc alle Nase lange schließen und in die Tasche stopfen zu müssen. Und um ihn in der Hand zu halten, ist er zu groß… Da wird dann doch etwas ultra-portables beötigt, das man auch beim Warten auf den Bus mal eben aus der Innentasche zieht um Last.fm zu starten oder die neuesten E-Mails zu lesen. Und ultra-portabel sind die Tablets von Nokia durchaus.

Fazit!

Weniger die Hard- oder Software sondern vielmehr der Einsatzort, bzw. das Einsatzszenario sind entscheidend, wenn man die beiden Geräte  miteinander vergleicht.

Wer einmal die phantasische “Natürlichkeit” der Touch-Screen-Steuerung in einer Partie Blitzschach oder beim Spielen von Numpty Physics auf dem Tablet erlebt hat, möchte diese nicht mehr missen. Beim Geocaching mitten im Wald wäre das Netbook ebenfalls eine Nummer zu sperrig, genauso wie auf dem täglichen, oft in kleine Teilabschnitte gegliederten, sitzplatzgarantielosen(!), Weg zu Arbeit/Uni/Schule. Auch als MP3-Player ist das Netbook unterwegs oder gar auf dem Rad nur schwer zu gebrauchen.

Punkten kann das 9-Zoll Gerät jedoch beim bequemen Surfen auf dem Sofa, auf längeren Zugfahrten, beim Schreiben von E-Mails, Blog-Artikeln sowie beim  schauen von Videos, TV und dem Fernschach-Spielen auf kingchess.de.

Für mich haben sich beide Geräte nahezu konkurrenzlos in den Alltag integriert.

Ausblick

Nach wie vor möchte ich in diesem Blog meine Erfahrungen, Experimente und Gedanken zu (vor allen Dingen) Maemo-basierten Internet Tablets wiedergeben. Ab und an wird sich jedoch auch der ein- oder andere Erfahrungsbericht aus der Netbook-Welt einschleichen.

Was jedoch wirklich interessant werden könnte, ist die Verknüpfung beider Geräte zur Lösung von Aufgaben. Ein Beispiel wäre der Einsatz des 901 Go als WLAN Access Point um dem N800 als WLAN Client mehr Bandbreite als per Bluetooth zukommen zu lassen und die mobilfunkprovider-seitigen technischen Schranken (nur eine SIM-Karte darf je Datentarif gleichzeitig online sein!) zu beseitigen.

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Nach fast einem Jahr steht eine neue Version des ultimativen Mediaplayers für die Nokia-Tablets bereit. Die derzeit noch in development-extras (Achtung: die Repository sollte nur zur Installation von Canola kurzzeitig aktiviert werden – keinesfalls sollte man weitere Software aktualisieren) befindliche Multimedia-Suite Canola 2 in der Beta-Version 11.

Canola2beta11

Der Ankündigung des Entwicklerteams ist zu entnehmen, dass vor allen Dingen an der Stabilität und Bedienung des Programms gearbeitet wurde. Auch die Performance ist spürbar besser geworden, wie ich finde.

Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass nun ganze Alben oder sogar alle Songs eines Künstlers zu Standard Playlist “On the move” hinzugefügt werden können. Dies geschieht, indem man in der Liste der Künstler oder Alben für ca. 2 Sekunden auf einen Eintrag tippt. Funktioniert natürlich nach wie vor auch mit einzeln Songs.

In der Liste der Verbesserungen ist auch die Rede von einem “home applet” – allein, entdecken konnte ich es bisher nicht… bin für jeden Hinweis dankbar :-)

Was sich sonst noch getan hat…

Endlich existiert auch eine Rubrik “Videocasts” im Menü “Video”. Gibt es eigentlich eine gute Videocast-Übersicht? Links sind willkommen…

Ebenfalls neu: Eine Theme-maker Webseite auf der man die “Schablonen” zur Gestaltung neuer Themes im psd-Format herunterladen kann. Zur Bearbeitung bietet sich das Opensource-Programm Gimp an.

Was dabei entstehen kann, zeigt Ian Lawrence mit dem Ubuntu Golden Theme, das auf dieser Seite zum Download bereitsteht und dem hoffentlich noch viele Themes folgen werden.

…und was nicht:

bereits auf dem maemo summit 2008 in Berlin angekündigt und noch immer nicht Realität: Der Quellcode von Canola2 ist nicht quelloffen. Der einiger Plugins dafür durchaus, wie man dieser Seite entnehmen kann. Mit von der offenen Partie ist das Last.fm-Plugin, was insofern gut ist als dass es mich hoffen lässt, dass sich jemand der Funktionen “Eigene Playlisten oder eigene Radiostationen spielen” anehmen könnte.

Alltagstauglichkeit

Flickr plugin für canola2

Flickr plugin für canola2

Nach über 8 Monaten intensiver Nutzung muss ich für mich festhalten, dass für mich Canola2 die mit Abstand am häufigsten genutzte Anwendung auf dem Internet Tablet ist. Es macht einfach Spaß, mit einer Anwendung unterwegs auf lokale Musik, Podcasts, und Streams  zuzugreifen und parallel das Gehörte zu scrobblen. Darüber hinaus bietet das gut gelungene flickr-Plugin (siehe Bildchen) sogar einen parallelen Mehrwert, der über das Hören von Musik hinaus geht.

Zu Hause hingegen freut sich der UPnP-Server über eine dankbare Anwendung, die Musik, Videos oder auch Bilder entgegen nimmt. Und ja, Youtube funktioniert auch ;-)

Ich hoffe, dass die neue Version von Canola dann auch bald allen Maemo-Usern per ganz normalem Update zur Verfügung steht.

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Vermutlich jeder Besitzer eines Nokia-Tablets hat sich schon einmal über (manchmal) kleine oder (selten) große Fehlerchen und Fehler geärgert, die einem bei der Nutzung von Anwendungen und Diensten begegnen. Man kann darüber schimpfen oder, etwas Bereitschaft und Zeit vorausgesetzt, diese Problem in ein Bug-Tracking-System eintragen und sogar an seiner Behebung mitarbeiten.

Anwendungen, die nicht direkt von Nokia entwickelt wurden haben oftmals auf ihrer Projektseite Links zu einem Bugtracking-System (Als Beispiel sei der Tracker von maemo mapper genannt). Einen Platz für Fehler in Komponenten und Anwendungen, die durch Nokia betreut werden, findet man unter bugs.maemo.org.

Interessiert man sich einfach nur für Veränderungen bei Bugs die für bestimmte Software-Komponenten von maemo und besitzt bereits einen Account für bugs.maemo.org, kann man nun Quasi den News-Flash per Mail abonnieren. Wie Andre in seinem Blog beschreibt ,muss man dafür nur:

1. eine Komponente wählen und die E-Mail-Adresse eines dort hinterlegten “Default QA Contact” (zu erkennen an den Pseudo-E-Mail-Adressen, die auf “@maemo.bugs” enden)

2. in das Eingabefeld “Users to watch” seiner persönlichen Bugzilla-Einstellungen kopieren. Benötigt man mehrere QA Contacts, trennt man die E-Mail-Adressen durch ein Komma.

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Ein Firmwareupdate für die Nokiatablets ist verfügbar! Es trägt die Versionsnummer 5.2008.43-7. Die 43 steht übrigens für die Kalenderwoche in der mit den internen Tests dieses Updates bei Nokia begonnen wurde. Ende Oktober also. Mal sehen wie viele der Bugs die ich gemeldet habe behoben wurden. ;-)

Bootmenü einspielen

Leser, die ihr System auf der internen (oder externen) (Mini-)SD-Karte installiert haben, müssen nach dem Update zunächst ihr Originalsystem ebenfalls updaten um dann ein modifiziertes initfs einzuspielen. Heruntergeladen werden kann es, wie immer auf der Seite von fanoush.

Eine Anleitung wie findet man im N800Wiki. Der Abschnitt “Bootmenü installieren” reicht aus.

Ansonsten ist es ja gerade relativ ruhig hier im Blog. Ich hoffe zum Ende diesen Jahres wieder mehr Zeit zu finden spannendes aus der Maemo-Welt zu bloggen.

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