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Es herrscht momentan fast eine kleine Browser-Schwemme. Neben dem Mozilla Browser mit Codenamen Fennec stehen mit Digias @Web, Midori und Tear jede Menge Konkurrenten in den Startlöchern, um in Konkurrenz zum Standard-Browser microb zu treten.

Jeder der genannten Browser hinterlässt bei mir einen (zutiefst subjektiven) Eindruck und ich will versuchen in diesem und weiteren Artikeln zu notieren was mir gut gefällt und was nicht.

Microb

Mit dem Erscheinen von Maemo 4 (Codname Diablo/OS2008) wurde die zuvor genutzte Opera-Darstellungs-Engine des Maemo Standard-Browsers durch eine auf der Mozilla Gecko-Engine basierende Version ersetzt. In den folgenden Updates des Betriebssystems sorgten diverse Tuning-Maßnahmen dafür das der Browser schneller wurde. Dennoch habe ich das Gefühl, das die Opera-Version aus Chinook/OS2007 noch einen Tick flotter (nicht jedoch fehlerfreier) renderte.

microb-maemo

microb-Browser in maemo

Microb ist gleichsam zuverlässig wie vereinnahmend. Zuverlässig, weil man mit diesem Browser auch noch Webseiten anzeigen lassen kann, bei deren Darstellung die anderen Kandidaten früher oder später die Hufe hochreißen. Vereinnahmend, weil es quasi unmöglich ist, während des Ladens einer Webseite noch etwas anderes zu tun. Dank eines seit langem bekannten aber wohl zumindest durch Nokia offiziell nicht mehr zu fixenden Bugs springt das Browserfenster immer wieder mal gern in den Vordergrund. Nervig. Genauso, wie die Tatsache, dass man beim Versuch eine Webseite scrollen zu lassen indem man sie mit dem Stift oder Finger nach oben schiebt, immer wieder im Text-Markieren-Modus landet. Ebenfalls ein Bug der nicht behoben werden wird.

Der Browser kennt keine Tabs und öffnet jede Webseite in einem komplett neuen Fenster. Es ist möglich durch drücken und halten mit Stift oder Finger ein Kontextmenü aufzurufen in dem Aktionen wie Link-in-neuem-Fenster-öffnen oder Bild-speichern-unter möglich sind.

Alles in allem ist Microb aus meiner Sicht auf den vorderen Plätzen im Browser-Ranking zu finden. Schon allein, weil er auch jene Seite zuverlässig lädt, bei denen die anderen Kandidaten abstürzen oder doch zumindest scheitern.

+ stabil

+ schnell

- Keine Behebung bestehender (nerviger) Bugs

- Kein modernes User-Interface (kinetisches scrollen und zoom per doppelklick)

Fennec

Der Mozilla-Browser soll uns Anwendern die volle Vielfalt bestehender Webseiten auf Tablet holen. Wie beim großen Bruder Firefox 3.5, verrichten unter der Haube des Browsers Gecko als Rendering Engine und TraceMonkey als JavaScript-Engine ihren flotten Dienst.

mozilla-fennec-beta2-maemo

Mozilla Fennec beta2 in maemo

Mit der erst vor kurzem erschienenen 2. Beta-Version gelangt der Browser (zumindest für mich) in ein Stadium in dem ich ihn allen anderen Webbrowsern, die sich auf dem Internet Tablet installieren lassen vorziehe. Endlich regiert das User-Interface flott, werden Webseiten relativ zügig geladen und lassen sich zusätzliche Funktionen gut bedienen. Sogar die ein- oder andere Extension kann zur konstruktiven Mitarbeit überredet werden. So erlaubt es einen die TwitterBar z.B. direkt aus der Awesome-Bar heraus zu zwitschern.

Wermutstropfen hält der Browser dennoch auch in dieser Version bereit. So ist Fennec keine registrierte dbus-Anwendung weshalb der Browser (noch) nicht als Default-Browser für Maemo festgelegt werden kann. Eine Kniff um einen Link in einem neuen Tab oder Fenster öffnen zu können sucht man ebenfalls vergeblich. Abhilfe könnte hier das Duplicate-Tabs Plugin schaffen.

Eher gut als schlecht ist die, dennoch ausbaufähige, Umsetzung des kinetischen Scrollens sowie die vom iPhone oder auch Android-Geräten bekannte Möglichkeit durch doppeltes Tippen auf den Bereich einer Webseite, diesen heranzuzoomen.

Was ist eigentlich kinetisches Scrollen? Die Antwort sieht man im Video!

Insgesamt wird der Browser jedoch von Version zu Version besser. Ungeduldigen sind die “nightly builds” zu empfehlen, mit denen man jeden tag eine neue Version des Browsers auf’s Tablet zaubern kann.

+ kinetisches scrollen (scrollen mit “Beschleunigung”)

+ doppeltes Tippen zoomt in den entsprechenden Abschnitt der Seite

- nicht immer stabil

- teilweise langsam (Rendering) / Speicherhungrig

- kein “Öffnen in neuem Fenster/Tab” und kein Kontext-Menü

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Wie in diesem Blog angekündigt, gibt es eine neue Version des Kernel-Patchs, der den Zugriff auf die SD-Karten beschleunigt. Was genau tut dieser Patch? Er erhöht den internen Bus-Takt beim Zugriff auf die Speicherkarten auf 48 MHz. Thank you Philip!

Was genau zu tun ist, um den Patch einzuspielen kann im N800-Wiki nachgelesen werden.

Disclaimer: Ich selbst habe den Patch probiert möchte jedoch darauf hinweisen, dass dieser High-Speed-Mode weder durch Texas Instruments, noch durch Nokia offiziell unterstützt werden. (Quelle)

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Goodbye last.fm!

Ich bin seit fast zwei Jahren Last.fm Abonnent. Ich zahle also im wesentlichen monatlich 2,50 Euro dafür, die Lieder die ich gescrobbelt habe, als Radiostream hören zu dürfen und mehr als eine Playlist anlegen zu dürfen. Ich habe diese Funktionen kaum genutzt doch fand das Projekt last.fm immer unterstützenswert.

goodbye last.fm!

goodbye last.fm!

Auch Nicht-Abonnenten hatten bisher die Möglichkeit Musikempfehlungen, basierend auf ihrem Musikgeschmack, als Radiostream zu empfangen. Dies soll nun kostenpflichtig werden, genau gesagt 3 Euro/Monat kosten. Kann man doof finden.

Es soll aber nur dann kostenpflichtig werden, wenn man kein Bewohner der USA, Großbrittaniens oder Deutschlands ist. Muss man doof finden!

Auf die Frage nach dem Grund für diese Maßnahme heist es in einem Kommentar des Artikels im last.fm-Blog:

Joost, HodgeStar, et al:

These are the countries in which we have the most resources to support an ad sales organization, which is how we earn money to pay artists and labels for their music.  We are focused on the US, UK, and Germany as key markets, with the help of the CBS Interactive salesforce and our own sales team here in London. Our headquarters are in the UK and we’ve always had a strong presence in DE.

And so we’ve made the decision to focus on these markets for free streaming radio. We are still available worldwide and while listening is subscription, all the other rich content on the site is still free.

Die ganze Welt zahlt also für für etwas, weil in den Ländern in denen es kostenlos ist, die Strukturen besser sind? Das ist so, als würde man Maut-Gebühren für einen Feldweg irgendwo ausserhalb UK/US/DE nehmen, die gut ausgebaute Autobahn in Deutschland aber kostenlos nutzen können. Sofern man im richtigen Land lebt. Paradox. Und traurig.

Bis zum 31.03.2009 werde ich mein Profil bei Last.fm stilllegen und von mir generierte Inhalte löschen.

Ich würde mich freuen wenn viele andere Nutzer dieses Dienstes es genauso machen.

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Seit einigen Monaten werden ja immer wieder Versionen des Firefox für mobile Endgeräte, Fennec genannt, für Nokias Internet Tablets veröffentlicht. Bisher handelte es sich dabei eher um ein schwerfälliges und bestenfalls an eine Design-Studie erinnerndes Monster, denn um einen niedliches Großohrenfüchschen. Mit der soeben veröffentlichten beta1 des Browsers wollen sich die Macher nun das Feedback einer noch größere Zielgruppe sichern. Denn der Versionszusatz beta schafft natürlich mehr Vertrauen als die Bezeichnung alpha.

Fennec auf dem N8x0

Fennec auf dem N8x0

Die wichtigesten Änderungen im Vergleich zur letzten Alpha-Version werden in den Release-Notes benannt:

  • Mozillas zukünftige und schnelle JavaScript-Engine TraceMonkey kommt zum Einsatz
  • Der Browser regiert generell schneller auf Eingaben und startet (auf meinem N800) in unter 13 Sekunden
  • Bedienelemente, wie Adressleiste (die gleichzeitig auch Suchanfragen entgegen nimmt) oder Tab-Leiste verschwinden während man auf Webseiten navigiert
  • An zusammenhängende Bereiche auf Webseiten können per doppelklick doppeltipp herangezoomt werden
  • Erste Plugins sind enthalten
  • Bookmark-Verwaltungsdialog

Fennec: Bookmarks verwalten

Fennec: Bookmarks verwalten

Meine ersten Versuche mit der Beta-Version fand ich wirklich sehr vielversprechend. Der Browser ist um einiges Flotter als seine Vorgänger-Versionen.  Auch komplexe Webseiten werden geladen ohne das der Arbeitsspeicher vollläuft.

Bei aller Lobhuddellei sei auch ein gravierender Bug nicht verschwiegen: Es ist zumindest mit Hilfe der Bildschirmtastatur nicht möglich Eingaben in Passwort-Eingabefelder zu machen. Das betrifft auch Passwortfelder in Konfigurationsdialogen von Plugins. Damit kann man dauerhaftes Arbeiten mit der Beta-Version natürlich vergessen. Hoffentlich wird schnell ein Hotfix nachgeschoben.

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