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Goodbye last.fm!

Ich bin seit fast zwei Jahren Last.fm Abonnent. Ich zahle also im wesentlichen monatlich 2,50 Euro dafür, die Lieder die ich gescrobbelt habe, als Radiostream hören zu dürfen und mehr als eine Playlist anlegen zu dürfen. Ich habe diese Funktionen kaum genutzt doch fand das Projekt last.fm immer unterstützenswert.

goodbye last.fm!

goodbye last.fm!

Auch Nicht-Abonnenten hatten bisher die Möglichkeit Musikempfehlungen, basierend auf ihrem Musikgeschmack, als Radiostream zu empfangen. Dies soll nun kostenpflichtig werden, genau gesagt 3 Euro/Monat kosten. Kann man doof finden.

Es soll aber nur dann kostenpflichtig werden, wenn man kein Bewohner der USA, Großbrittaniens oder Deutschlands ist. Muss man doof finden!

Auf die Frage nach dem Grund für diese Maßnahme heist es in einem Kommentar des Artikels im last.fm-Blog:

Joost, HodgeStar, et al:

These are the countries in which we have the most resources to support an ad sales organization, which is how we earn money to pay artists and labels for their music.  We are focused on the US, UK, and Germany as key markets, with the help of the CBS Interactive salesforce and our own sales team here in London. Our headquarters are in the UK and we’ve always had a strong presence in DE.

And so we’ve made the decision to focus on these markets for free streaming radio. We are still available worldwide and while listening is subscription, all the other rich content on the site is still free.

Die ganze Welt zahlt also für für etwas, weil in den Ländern in denen es kostenlos ist, die Strukturen besser sind? Das ist so, als würde man Maut-Gebühren für einen Feldweg irgendwo ausserhalb UK/US/DE nehmen, die gut ausgebaute Autobahn in Deutschland aber kostenlos nutzen können. Sofern man im richtigen Land lebt. Paradox. Und traurig.

Bis zum 31.03.2009 werde ich mein Profil bei Last.fm stilllegen und von mir generierte Inhalte löschen.

Ich würde mich freuen wenn viele andere Nutzer dieses Dienstes es genauso machen.

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Seit einigen Monaten werden ja immer wieder Versionen des Firefox für mobile Endgeräte, Fennec genannt, für Nokias Internet Tablets veröffentlicht. Bisher handelte es sich dabei eher um ein schwerfälliges und bestenfalls an eine Design-Studie erinnerndes Monster, denn um einen niedliches Großohrenfüchschen. Mit der soeben veröffentlichten beta1 des Browsers wollen sich die Macher nun das Feedback einer noch größere Zielgruppe sichern. Denn der Versionszusatz beta schafft natürlich mehr Vertrauen als die Bezeichnung alpha.

Fennec auf dem N8x0

Fennec auf dem N8x0

Die wichtigesten Änderungen im Vergleich zur letzten Alpha-Version werden in den Release-Notes benannt:

  • Mozillas zukünftige und schnelle JavaScript-Engine TraceMonkey kommt zum Einsatz
  • Der Browser regiert generell schneller auf Eingaben und startet (auf meinem N800) in unter 13 Sekunden
  • Bedienelemente, wie Adressleiste (die gleichzeitig auch Suchanfragen entgegen nimmt) oder Tab-Leiste verschwinden während man auf Webseiten navigiert
  • An zusammenhängende Bereiche auf Webseiten können per doppelklick doppeltipp herangezoomt werden
  • Erste Plugins sind enthalten
  • Bookmark-Verwaltungsdialog

Fennec: Bookmarks verwalten

Fennec: Bookmarks verwalten

Meine ersten Versuche mit der Beta-Version fand ich wirklich sehr vielversprechend. Der Browser ist um einiges Flotter als seine Vorgänger-Versionen.  Auch komplexe Webseiten werden geladen ohne das der Arbeitsspeicher vollläuft.

Bei aller Lobhuddellei sei auch ein gravierender Bug nicht verschwiegen: Es ist zumindest mit Hilfe der Bildschirmtastatur nicht möglich Eingaben in Passwort-Eingabefelder zu machen. Das betrifft auch Passwortfelder in Konfigurationsdialogen von Plugins. Damit kann man dauerhaftes Arbeiten mit der Beta-Version natürlich vergessen. Hoffentlich wird schnell ein Hotfix nachgeschoben.

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(EeePC 901 Go vs. N800)

Seit gut zwei Monaten bin ich im Besitz eines Asus EeePC 901 Go. Damit scheine ich ja gut in eine Zeit zu passen, in der auch Hersteller mobiler Endgeräte, wie Nokia, darüber nachdenken, in das Geschäft mit den Minimal-Notebooks einzusteigen. Umgekehrt basteln Hersteller wie Acer an ersten Prototypen für Smartphones herum.

Internet Tablet trifft Netbook

Internet Tablet trifft Netbook - portable vs. ultra mobile

Nachdem ich jetzt doch einige Zeit mit dem kleinen Weißen von Asus verbracht habe, möchte ich die in der Überschrift des Artikels aufgeworfene Frage, ob beide Geräteklassen sich nun ergänzen oder gegenseitig Konkurrenz machen, versuchen zu beantworten.

Eeewas?

Nachdem ich mich in diesem Blog ja nun schon eine Weile mit Nokias Internettablets auseinandersetze, ist eine detaillierte Vorstellung derselben wohl nicht nötig.  Falls doch, möchte ich auf  maemo.org (Plattform, Software, Community) und den deutschen Wikipedia-Artikel (Hardware) als Quelle verweisen.

Der EeePC 901 Go ist ein 9-Zoll Netbook mit einem Display, das 1024×600 Pixel darstellt. Unter der Haube steckt ein Intel Atom Prozessor mit 1,6 Ghz, der ja nun so ziemlich in jedem Netbook auf dem Markt verbaut sein dürfte. Den Arbeitsspeicher habe ich von 1 auf 2 GB erweitert, weil mich die Erfahrung lehrte, dass Speicherriegel mit zunehmender Daseins-Zeit eher teurer werden. Erwähnen will ich weiterhin die grottenlangsame 16 GB Solid State Disk (SSD), auf deren Upgrade ich fast Monate warten musste – mehr dazu jedoch in einem späteren Artikel. Das Besondere, quasi das “Go” am 901 ist nicht der fehlende Bluetooth-Chip sondern ein leistungsfähiges intern verbautes UMTS-Modem, das auch mit HSDPA-Datenraten fertig wird.

Softwareseitig liefert Asus das gute Stück mit der Haus und Hof-Distribution Xandros aus – für Windows wäre die SSD auch schlicht zu langsam. Ich möchte das mitgelieferte System nicht weiter besprechen: In meinen Augen ist es potthäßlich, lahm und einsteigerunfreundlich (Updates funktionieren nicht erst nach wildem Gebastel). Als Alternative habe ich mit eebuntu eine auf der normalen Ubuntu-Distribution basierte Lösung installiert und bin damit sehr zufrieden.

Ein Wort noch zur Akkuleistung: Der hält ziemlich genau 5 Stunden und damit im Dauereinsatz mindestens genauso lange wie der des N800. Das N800 muss man allerdings nie in den “Ruhemodus” versetzen um auch nach mehreren Stunden ohne Aktivität noch online zu sein und weiterarbeiten zu können. Bei Benutzung “am Stück” halten beide also gleichlang, wechseln sich Aktivität und Passivität ab, hält das Arm-basierte Tablet jedoch länger (mit seinem 5 x schwächeren Akku) – es sei denn, man versetzt den EeePC in den Suspend to Disk – Mode.

Eeewo?

Größentechnisch ist der 9-Zoll Knirps genau mein Ding! Größer muss für mich ein Notebook nicht sein. Die Tastatur erlaubt es Nicht-10-Finger-Schreiberlingen wie mir fast genauso zügig zu tippen, wie mit einer “großen” Tastatur.

Als Haupteinsatzorte sind für den kleinen das heimische Sofa, sowie Reisen aller Art vorgesehen. Im Zug hat der 901 Go genau die richtigen Ausmaße, um weder mich umständlich hantieren zu lassen noch Mitreisende zu belästigen. Unpraktisch finde ich den Einsatz auf dem täglichen Weg ins Büro: Ich fahre grob 30 Minuten S-Bahn und dann nochmal ca. 10 Minuten Bus. Es macht einfach keinen Spaß den EeePc alle Nase lange schließen und in die Tasche stopfen zu müssen. Und um ihn in der Hand zu halten, ist er zu groß… Da wird dann doch etwas ultra-portables beötigt, das man auch beim Warten auf den Bus mal eben aus der Innentasche zieht um Last.fm zu starten oder die neuesten E-Mails zu lesen. Und ultra-portabel sind die Tablets von Nokia durchaus.

Fazit!

Weniger die Hard- oder Software sondern vielmehr der Einsatzort, bzw. das Einsatzszenario sind entscheidend, wenn man die beiden Geräte  miteinander vergleicht.

Wer einmal die phantasische “Natürlichkeit” der Touch-Screen-Steuerung in einer Partie Blitzschach oder beim Spielen von Numpty Physics auf dem Tablet erlebt hat, möchte diese nicht mehr missen. Beim Geocaching mitten im Wald wäre das Netbook ebenfalls eine Nummer zu sperrig, genauso wie auf dem täglichen, oft in kleine Teilabschnitte gegliederten, sitzplatzgarantielosen(!), Weg zu Arbeit/Uni/Schule. Auch als MP3-Player ist das Netbook unterwegs oder gar auf dem Rad nur schwer zu gebrauchen.

Punkten kann das 9-Zoll Gerät jedoch beim bequemen Surfen auf dem Sofa, auf längeren Zugfahrten, beim Schreiben von E-Mails, Blog-Artikeln sowie beim  schauen von Videos, TV und dem Fernschach-Spielen auf kingchess.de.

Für mich haben sich beide Geräte nahezu konkurrenzlos in den Alltag integriert.

Ausblick

Nach wie vor möchte ich in diesem Blog meine Erfahrungen, Experimente und Gedanken zu (vor allen Dingen) Maemo-basierten Internet Tablets wiedergeben. Ab und an wird sich jedoch auch der ein- oder andere Erfahrungsbericht aus der Netbook-Welt einschleichen.

Was jedoch wirklich interessant werden könnte, ist die Verknüpfung beider Geräte zur Lösung von Aufgaben. Ein Beispiel wäre der Einsatz des 901 Go als WLAN Access Point um dem N800 als WLAN Client mehr Bandbreite als per Bluetooth zukommen zu lassen und die mobilfunkprovider-seitigen technischen Schranken (nur eine SIM-Karte darf je Datentarif gleichzeitig online sein!) zu beseitigen.

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Nach fast einem Jahr steht eine neue Version des ultimativen Mediaplayers für die Nokia-Tablets bereit. Die derzeit noch in development-extras (Achtung: die Repository sollte nur zur Installation von Canola kurzzeitig aktiviert werden – keinesfalls sollte man weitere Software aktualisieren) befindliche Multimedia-Suite Canola 2 in der Beta-Version 11.

Canola2beta11

Der Ankündigung des Entwicklerteams ist zu entnehmen, dass vor allen Dingen an der Stabilität und Bedienung des Programms gearbeitet wurde. Auch die Performance ist spürbar besser geworden, wie ich finde.

Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass nun ganze Alben oder sogar alle Songs eines Künstlers zu Standard Playlist “On the move” hinzugefügt werden können. Dies geschieht, indem man in der Liste der Künstler oder Alben für ca. 2 Sekunden auf einen Eintrag tippt. Funktioniert natürlich nach wie vor auch mit einzeln Songs.

In der Liste der Verbesserungen ist auch die Rede von einem “home applet” – allein, entdecken konnte ich es bisher nicht… bin für jeden Hinweis dankbar :-)

Was sich sonst noch getan hat…

Endlich existiert auch eine Rubrik “Videocasts” im Menü “Video”. Gibt es eigentlich eine gute Videocast-Übersicht? Links sind willkommen…

Ebenfalls neu: Eine Theme-maker Webseite auf der man die “Schablonen” zur Gestaltung neuer Themes im psd-Format herunterladen kann. Zur Bearbeitung bietet sich das Opensource-Programm Gimp an.

Was dabei entstehen kann, zeigt Ian Lawrence mit dem Ubuntu Golden Theme, das auf dieser Seite zum Download bereitsteht und dem hoffentlich noch viele Themes folgen werden.

…und was nicht:

bereits auf dem maemo summit 2008 in Berlin angekündigt und noch immer nicht Realität: Der Quellcode von Canola2 ist nicht quelloffen. Der einiger Plugins dafür durchaus, wie man dieser Seite entnehmen kann. Mit von der offenen Partie ist das Last.fm-Plugin, was insofern gut ist als dass es mich hoffen lässt, dass sich jemand der Funktionen “Eigene Playlisten oder eigene Radiostationen spielen” anehmen könnte.

Alltagstauglichkeit

Flickr plugin für canola2

Flickr plugin für canola2

Nach über 8 Monaten intensiver Nutzung muss ich für mich festhalten, dass für mich Canola2 die mit Abstand am häufigsten genutzte Anwendung auf dem Internet Tablet ist. Es macht einfach Spaß, mit einer Anwendung unterwegs auf lokale Musik, Podcasts, und Streams  zuzugreifen und parallel das Gehörte zu scrobblen. Darüber hinaus bietet das gut gelungene flickr-Plugin (siehe Bildchen) sogar einen parallelen Mehrwert, der über das Hören von Musik hinaus geht.

Zu Hause hingegen freut sich der UPnP-Server über eine dankbare Anwendung, die Musik, Videos oder auch Bilder entgegen nimmt. Und ja, Youtube funktioniert auch ;-)

Ich hoffe, dass die neue Version von Canola dann auch bald allen Maemo-Usern per ganz normalem Update zur Verfügung steht.

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