Seit einigen Monaten werden ja immer wieder Versionen des Firefox für mobile Endgeräte, Fennec genannt, für Nokias Internet Tablets veröffentlicht. Bisher handelte es sich dabei eher um ein schwerfälliges und bestenfalls an eine Design-Studie erinnerndes Monster, denn um einen niedliches Großohrenfüchschen. Mit der soeben veröffentlichten beta1 des Browsers wollen sich die Macher nun das Feedback einer noch größere Zielgruppe sichern. Denn der Versionszusatz beta schafft natürlich mehr Vertrauen als die Bezeichnung alpha.

Fennec auf dem N8x0

Fennec auf dem N8x0

Die wichtigesten Änderungen im Vergleich zur letzten Alpha-Version werden in den Release-Notes benannt:

  • Mozillas zukünftige und schnelle JavaScript-Engine TraceMonkey kommt zum Einsatz
  • Der Browser regiert generell schneller auf Eingaben und startet (auf meinem N800) in unter 13 Sekunden
  • Bedienelemente, wie Adressleiste (die gleichzeitig auch Suchanfragen entgegen nimmt) oder Tab-Leiste verschwinden während man auf Webseiten navigiert
  • An zusammenhängende Bereiche auf Webseiten können per doppelklick doppeltipp herangezoomt werden
  • Erste Plugins sind enthalten
  • Bookmark-Verwaltungsdialog

Fennec: Bookmarks verwalten

Fennec: Bookmarks verwalten

Meine ersten Versuche mit der Beta-Version fand ich wirklich sehr vielversprechend. Der Browser ist um einiges Flotter als seine Vorgänger-Versionen.  Auch komplexe Webseiten werden geladen ohne das der Arbeitsspeicher vollläuft.

Bei aller Lobhuddellei sei auch ein gravierender Bug nicht verschwiegen: Es ist zumindest mit Hilfe der Bildschirmtastatur nicht möglich Eingaben in Passwort-Eingabefelder zu machen. Das betrifft auch Passwortfelder in Konfigurationsdialogen von Plugins. Damit kann man dauerhaftes Arbeiten mit der Beta-Version natürlich vergessen. Hoffentlich wird schnell ein Hotfix nachgeschoben.

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2 Kommentare zu “Endlich! Mozilla Fennec als Beta-Version für maemo”

  1. ossi1967 sagt:

    Bist Du wirklich so begeistert von dem Ding? Ich find das User Interface entsetzlich. Außerdem hab ich mich mal einen Tag lang beim Browsen am N800 mit MicroB beobachtet: Fennec könnte so gut wie nichts von dem, was ich ständig mache. Er wäre für mich als Browser vollkommen nutzlos. Ich verwende ununterbrochen Copy/Paste, öffne Links fast immer in neuen Fenstern (bei Fennec wären es halt neue Tabs, aber trotzdem kann ers nicht), ich kann kein Bild abspeichern,… von Dingen wie “mehr als eine Seite zurück blättern” oder Webseiten zum offline Lesen abspeichern red ich erst gar nicht.

    Ich bin nach wie vor schwer enttäuscht von Fennec, und zwar nur wegen dieser unverständlichen Einschränkungen im UI (die ja auch überhaupt keinen Vorteil bringen). Bei mir ist er sofort wieder deinstalliert worden. Nutzlose Software. Schade drum. :(

  2. jukey sagt:

    Ich mag vor allen Dingen einige Ideen, die in diesem Browser stecken. Dazu gehört die Möglichkeit Bedienelemente, wie die Adressleiste, Tab-Leiste oder eben die Funktionsleiste durch tippen und schieben ein- und ausblenden zu können. Von den durch dich genannten Funktionen nutze ich vor allen dinge die “Öffnen in neuem Fenster”-Funktion – die sollte in der Tat noch hinzukommen… Copy & Paste ist zumindest in HTML-Formularfeldern möglich. Was mit der Hardware-Tastatur geht hab ich noch nicht ausprobiert.
    Was Fennec bietet (wenngleich noch ausbaufähig) sind moderne Features, wie schnelles einzoomen von Bereichen einer Webseite per doppeltipp und scrollen mit Beschleunigung. Beide Features vermisse ich beim Standard-Browser microb. Abgesehen davon ist microb auch keine Geschwindigkeitsoffenbarung und sehr aufmüpfig, wenn es darum geht etwas im hintergrund zu laden…
    Nach einem tag Benutzung finde ich die Performance beim Anzeigen komplexer Seiten mit der Beta von Mozilla leider noch immer unzureichend. Relativ einfache Seiten werden aber flott geladen und sind gut benutzbar. ;)

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