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Netbook vs. Internettablet: Sinnvolle Ergänzung oder Konkurrenz?

3. März 2009 von Uwe Kaminski

(EeePC 901 Go vs. N800)

Seit gut zwei Monaten bin ich im Besitz eines Asus EeePC 901 Go. Damit scheine ich ja gut in eine Zeit zu passen, in der auch Hersteller mobiler Endgeräte, wie Nokia, darüber nachdenken, in das Geschäft mit den Minimal-Notebooks einzusteigen. Umgekehrt basteln Hersteller wie Acer an ersten Prototypen für Smartphones herum.

Internet Tablet trifft Netbook

Internet Tablet trifft Netbook - portable vs. ultra mobile

Nachdem ich jetzt doch einige Zeit mit dem kleinen Weißen von Asus verbracht habe, möchte ich die in der Überschrift des Artikels aufgeworfene Frage, ob beide Geräteklassen sich nun ergänzen oder gegenseitig Konkurrenz machen, versuchen zu beantworten.

Eeewas?

Nachdem ich mich in diesem Blog ja nun schon eine Weile mit Nokias Internettablets auseinandersetze, ist eine detaillierte Vorstellung derselben wohl nicht nötig.  Falls doch, möchte ich auf  maemo.org (Plattform, Software, Community) und den deutschen Wikipedia-Artikel (Hardware) als Quelle verweisen.

Der EeePC 901 Go ist ein 9-Zoll Netbook mit einem Display, das 1024×600 Pixel darstellt. Unter der Haube steckt ein Intel Atom Prozessor mit 1,6 Ghz, der ja nun so ziemlich in jedem Netbook auf dem Markt verbaut sein dürfte. Den Arbeitsspeicher habe ich von 1 auf 2 GB erweitert, weil mich die Erfahrung lehrte, dass Speicherriegel mit zunehmender Daseins-Zeit eher teurer werden. Erwähnen will ich weiterhin die grottenlangsame 16 GB Solid State Disk (SSD), auf deren Upgrade ich fast Monate warten musste – mehr dazu jedoch in einem späteren Artikel. Das Besondere, quasi das “Go” am 901 ist nicht der fehlende Bluetooth-Chip sondern ein leistungsfähiges intern verbautes UMTS-Modem, das auch mit HSDPA-Datenraten fertig wird.

Softwareseitig liefert Asus das gute Stück mit der Haus und Hof-Distribution Xandros aus – für Windows wäre die SSD auch schlicht zu langsam. Ich möchte das mitgelieferte System nicht weiter besprechen: In meinen Augen ist es potthäßlich, lahm und einsteigerunfreundlich (Updates funktionieren nicht erst nach wildem Gebastel). Als Alternative habe ich mit eebuntu eine auf der normalen Ubuntu-Distribution basierte Lösung installiert und bin damit sehr zufrieden.

Ein Wort noch zur Akkuleistung: Der hält ziemlich genau 5 Stunden und damit im Dauereinsatz mindestens genauso lange wie der des N800. Das N800 muss man allerdings nie in den “Ruhemodus” versetzen um auch nach mehreren Stunden ohne Aktivität noch online zu sein und weiterarbeiten zu können. Bei Benutzung “am Stück” halten beide also gleichlang, wechseln sich Aktivität und Passivität ab, hält das Arm-basierte Tablet jedoch länger (mit seinem 5 x schwächeren Akku) – es sei denn, man versetzt den EeePC in den Suspend to Disk – Mode.

Eeewo?

Größentechnisch ist der 9-Zoll Knirps genau mein Ding! Größer muss für mich ein Notebook nicht sein. Die Tastatur erlaubt es Nicht-10-Finger-Schreiberlingen wie mir fast genauso zügig zu tippen, wie mit einer “großen” Tastatur.

Als Haupteinsatzorte sind für den kleinen das heimische Sofa, sowie Reisen aller Art vorgesehen. Im Zug hat der 901 Go genau die richtigen Ausmaße, um weder mich umständlich hantieren zu lassen noch Mitreisende zu belästigen. Unpraktisch finde ich den Einsatz auf dem täglichen Weg ins Büro: Ich fahre grob 30 Minuten S-Bahn und dann nochmal ca. 10 Minuten Bus. Es macht einfach keinen Spaß den EeePc alle Nase lange schließen und in die Tasche stopfen zu müssen. Und um ihn in der Hand zu halten, ist er zu groß… Da wird dann doch etwas ultra-portables beötigt, das man auch beim Warten auf den Bus mal eben aus der Innentasche zieht um Last.fm zu starten oder die neuesten E-Mails zu lesen. Und ultra-portabel sind die Tablets von Nokia durchaus.

Fazit!

Weniger die Hard- oder Software sondern vielmehr der Einsatzort, bzw. das Einsatzszenario sind entscheidend, wenn man die beiden Geräte  miteinander vergleicht.

Wer einmal die phantasische “Natürlichkeit” der Touch-Screen-Steuerung in einer Partie Blitzschach oder beim Spielen von Numpty Physics auf dem Tablet erlebt hat, möchte diese nicht mehr missen. Beim Geocaching mitten im Wald wäre das Netbook ebenfalls eine Nummer zu sperrig, genauso wie auf dem täglichen, oft in kleine Teilabschnitte gegliederten, sitzplatzgarantielosen(!), Weg zu Arbeit/Uni/Schule. Auch als MP3-Player ist das Netbook unterwegs oder gar auf dem Rad nur schwer zu gebrauchen.

Punkten kann das 9-Zoll Gerät jedoch beim bequemen Surfen auf dem Sofa, auf längeren Zugfahrten, beim Schreiben von E-Mails, Blog-Artikeln sowie beim  schauen von Videos, TV und dem Fernschach-Spielen auf kingchess.de.

Für mich haben sich beide Geräte nahezu konkurrenzlos in den Alltag integriert.

Ausblick

Nach wie vor möchte ich in diesem Blog meine Erfahrungen, Experimente und Gedanken zu (vor allen Dingen) Maemo-basierten Internet Tablets wiedergeben. Ab und an wird sich jedoch auch der ein- oder andere Erfahrungsbericht aus der Netbook-Welt einschleichen.

Was jedoch wirklich interessant werden könnte, ist die Verknüpfung beider Geräte zur Lösung von Aufgaben. Ein Beispiel wäre der Einsatz des 901 Go als WLAN Access Point um dem N800 als WLAN Client mehr Bandbreite als per Bluetooth zukommen zu lassen und die mobilfunkprovider-seitigen technischen Schranken (nur eine SIM-Karte darf je Datentarif gleichzeitig online sein!) zu beseitigen.

Technorati Tags: umpc, internettablet, maemo, eeebuntu, eeepc, 901go, n800, n810

Geschrieben in Hardware, Maemo, N800, netbook, Software, über den TabletRand | 4 Kommentare

4 Reaktionen zu “Netbook vs. Internettablet: Sinnvolle Ergänzung oder Konkurrenz?”

  1. am 05 Mrz 2009 um 19:041nicht sander

    Bwaha, Linux. Bwaha!

  2. am 29 Jun 2009 um 09:402Mikka

    Sehr schöner Bericht.Du hast dir echt viel Mühe gegeben.Danke für die Infos.Tolle Seite.

  3. am 29 Jun 2009 um 21:373jukey

    Danke für dein positives Feedback! :-) Ich hoffe ich schaffe es in nächster Zeit wieder häufiger hier zu schreiben. Themen gibt es ja mehr als genug…

  4. am 14 Jul 2009 um 22:154Peter

    Hi ich werde bald 60 und habe beide Teile oft in Gebrauch möchte keines missen. Speziell für den Flugurlaub den 800. Mein asus hat xp und 160 Hd.
    ist auch toll besonders auf dem sofa wenn fernsehen öde ist.L. G. Peter

  • mobile freidae berlin

    08.10.2010 @ c-base

    mobile freidae berlin

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