KDE auf dem N800
13. Januar 2008 von Uwe Kaminski
Die Internettablets von Nokia nutzen normalerweise eine eigens für sie entwickelte auf GTK+/GNOME basierende Benutzeroberfläche, erweitert um Hildon-Komponenten, die auf die Bedürfnisse einer Bedienung mit Händen oder Stift hin optimiert ist.
Ich habe zwei Möglichkeit gefunden die KDE-Benutzeroberfläche auf dem N800 zu installieren. Beide stammen von Penguibait.
Zum einen ist es möglich, KDE so zu installieren, dass man während des Bootvorgangs die Wahl hat, welche Oberfläche gestartet werden soll. Die Beschreibung findet man hier.
Ich habe die zweite Möglichkeit ausprobiert, bei der sich alles mit Hilfe des Programmmanagers und bereitgestellten .deb-Dateien installieren lässt.
Eine gute Installationsanleitung, inklusive FAQ findet man im Internettablettalk-Forum. Nach der Installation befindet sich im Menü “Extras” eine Anwendung namens “KDE Launcher”. Öffnet man diese, dauert es ca. 1:40 Minuten bis KDE geladen ist.
Alle durch OS2008 vorgegebenen Einstellungen, z.B. die WLAN- oder Bluetooth-Einstellungen, aber auch die Displayhelligkeit und die Audio-Lautstärke, bleiben erhalten. In der Taskleiste sind bereits Verknüpfungen zum Maemo-Programmanager und der (System-)Steuerung angelegt.
Tastatur-Eingaben sind mit Hilfe einer virtuellen Tastatur möglich. Die Tastatur wird über ein immer im Vordergrund befindliches Widget oder ein Icon in der Task-Leiste eingeblendet und ist frei skalierbar und um einen Ziffernblock auf der rechten Seite erweiterbar.
Alle auf dem Tablet in der normalen Benutzeroberfläche nutzbaren Programme sind auch in der KDE Umgebung nutzbar. Umgekehrt können KDE Programme nach der Installation auch aus der Gnome/Hildon-Oberfläche heraus gestartet werden. Im Falle der Anwendung “kpresenter” (einem Programm zur Erstellung und Wiedergabe von Präsentationen) sieht das dann so aus:
Die KDE Programme lassen sich im Gegensatz zu Programmen, die für die das N800/N810 erstellt wurden, nicht so vergrößern, dass sie den gesamten Bildschirm füllen. Die Wiedergabe der Präsentationen erfolgt aber im Vollbildmodus.
Es stehen somit eine Vielzahl eigentlich für Desktop-Systeme oder Notebooks vorgesehene Anwendungen auf dem Tablet zur Verfügung. Welche man benutzt und mit welcher Benutzeroberfläche, muss man selbst entscheiden. Ich werde KDE Anwendungen, die ich auf dem N800 nutze, bei Gelegenheit hier im Blog vorstellen.
Ein kleines Demonstrationsvideo findet man hier.




