Ausprobiert: mp3tunes.com und das Oboe-Applet auf dem N800
25. Oktober 2007 von Uwe Kaminski

grob schematische Darstellung
Die Idee
mp3tunes.com ist ein Dienst, mit dessen Hilfe die heimische Musiksammlung (sofern sie im mp3-Format vorliegt) im Internet archiviert werden kann. Schick ist, dass die eigene Song-Kollektion und die Musik im Internetarchiv automatisch im Hintergrund synchronisiert werden, sofern man eine entsprechendes Programm auf seinem PC installiert.
Für das N800 bzw. N810 (und viele andere Geräte aber auch Software-Player) kann man ein Applet für den Desktop Homescreen zum Abspielen von Musik, die man zuvor auf einen mp3tunes.com Server geladen hat, herunterladen. Die Musik wird als Stream mit maximal 128 kbit/s ausgeliefert.
Für mich klingt es sehr verlockend auch ausserhalb der eigenen vier Wände Zugriff auf meine Musiksammlung zu haben.
Synchronisation
Um Musik in den”Locker” genannten virtuellen Plattenschrank zu verfrachten, oder – umgekehrt – ein Album auf den PC zu laden und das Ganze dann auch noch automatisiert im Hintergrund geschehen zu lassen, gibts die passende Software namens “LockerSync“. Die ist nun laut Webseite auch noch für Windows-, Mac OS X- und Linux- Plattformen erhältlich. Na dann kanns ja losgehen:
Nach der (Neu-)Anmeldung wird auf dem heimischen Rechner nach mp3-Musikdateien gefahndet. Im Anschluss können Verzeichnisse, die Musik enthalten ausgewählt werden. In den Synchronisationseinstellungen kann ausgewählt werden ob Musikdateien ausschließlich in den Online-Ordner, in den heimischen Musikordner oder in beide Richtungen übertragen werden sollen, wenn sie noch nicht vorhanden sind.

Musikupload vom PC in den virtuellen Plattenkoffer
Da sich, je nach Bandbreite, der Upload einige Zeit hinziehen kann empfiehlt es sich den integrierten Scheduler zu benutzen.
Browsen und Sammeln
Für den Internetexplorer und Firefox existieren Plugins die ein “einsammeln” von Musikstücken, die einem beim surfen begegnen ermöglichen indem man auf ein entsprechendes Icon klickt.
Streaming
Nach erfolgreichem Upload von Musikstücken können diese als Stream empfangen werden. Es können Bandbreiten zwischen 56 Kbit/s und 128 Kbit/s gewählt werden. Es ist auch möglich die Songs mit der Bitrate zu streamen in der sie hochgeladen wurden.
Derzeit werden neben echten (Hardware-)Internetradios, Nokia Handys der Symbian S60-Serie und natürlich die Internettablets (N800/N810) als Abspielgeräte unterstützt.

Das oboe applet auf dem home screen des N800
Bei der Geschwindigkeit in der Playlisten abgefragt werden und dem ersten Start des Streams ist durchaus noch Verbesserungspotenzial vorhanden.
Auf der anderen Seite ist ein Empfang mit Hilfe eines Plugins für Winamp möglich.
Musikverwaltung
Im Plattenschrank (Locker) kann nach Musikstücken gesucht werden. Es ist möglich Interpreten oder Alben auszuwählen und neue Playlisten anzulegen.

Playlistenverwaltung
Leider ist es nicht möglich komplette Alben oder alle Musikstücke eines Interpreten zu einer Playlist hinzuzufügen. Da Playlists hochgeladen werden können, sollten diese auf dem heimischen Rechner erstellt werden.
Kostenpunkt
Den Basis-Account gibts für Umme. Dafür kann man theoretisch beliebig viele Musikdateien hochladen – dieseMöglichkeit haben jeden Tag aber nur eine begrenzte Anzahl Free-Accounts. Ich hatte bisher keine Probleme. Jede Datei darf maximal 10 MB groß sein.
Der Premium-Account garantiert beliebig viele Uploads und erweitert die maximale Dateigröße auf 50 MB. Die Kosten belaufen sich dann auf ca. 30 €/Jahr (40 US$).
Fazit
Ich finde hier wurde eine tolle Idee mit kleineren Schwächen gut umgesetzt und bin gespannt wie der Dienst weiter entwickelt wird. Sollte das Applet auf dem N800 nicht mehr ganz so langsam auf Eingaben reagieren stellt es eine echte Alternative zu meinem Mediaserver im lokalen Netz dar.
Technorati Tags: mp3, N800, N810, mp3tunes, Mediaserver, Webradio
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kostet Das was wenn ich mich nur angemeldet hab?!